|
Wahrzeichen der Autostadt Wolfsburg

Und so funktioniert`s
Die Grundidee ist ganz einfach. Nicht der Autofahrer,sondern ein computer-gesteuertes Beförderungssystem
übernimmt das Ein- und Ausparken im Parkhaus.
Der Kunde stellt sein Fahrzeug auf einer Plattform,
die ebenerdig angefahren wird, ab.Nachdem der
Computer bei der Einfahrt bereits die Maße des Fahrzeugs
abgecheckt hat, weist er ihm einen Parkplatz zu.Die entsprechende Nummer ist auf dem Ticket des
Computer-Pförtners ver-sehen. Mit dem Ticket verläßt
der Kunde das Parkhaus, ohne sich um weiteres
kümmern zu müssen. Im Bruchteil von Sekunden hiebt
ein Aufzugschlitten das Fahrzeug wie auf einem Tablett
in die ihm zugewiesene Parkbox. Bis zu zehn
Einfahrbereiche können gleichzeitig genutzt werden.
Die Grundform des Park-systems ist ein Kreis,
der in fünf Sektoren aufgeteilt ist, aber auch aus
ein-zelnen Segmenten bestehen kann.
Jedes der Segmente wird von einem separaten Lift
bedient und autonom gesteuert. Keine Warteschlangen,
Lärm und kein lästiges Suchen nach der Parklücke.
Und dadurch, daß nahezu alle Rangiervorgänge
vermieden werden, wird auch die Umwelt entlastet,
er-klärt der 46jährige. Das Abholen des Fahrzeugs erscheint genauso einfach. Inn-erhalb einer Minute,
nachdem das Ticket gelöst und die Parkgebühr bezahlt
wurde, erscheint das Auto in Fahrtrichtung bereit
zum Ausfahren. Zeit- und Energieersparnis, Sicherheit -
schließlich parkt das Auto wie in einem Safe - und
Behindertengerechtheit wirken als Vorteile überzeugend.Gerade in den neuen Bundesländern mit großen
Wohnanlagen sehen wir besonders gute Einsatzmöglichkeiten,
erklärt Karl Schwarz. Zwickau sei nur der Anfang,
andere Städte stünden bereits in den Startlöchern.
Ein Wunderwerk der Technik
Unsere beiden gläsernen Autozylinder sind nicht nur
ein neues optisches Highlight für Wolfsburg,
sondern auch architektonische Meisterwerke. Die Autos
erfüllen sie mit Leben. Wir werden ab Frühjahr durch
eine aufwendige Beleuchtung die Wahrzeichen der Autostadt
auch nachts ins rechte Licht setzen. Das versichert
Otto Ferdinand Wachs, Gesamtprojektleiter der VW-Autostadt.
Die Fahrzeugtürme seien sozusagen die Nahtstelle
zwischen Produktion und Vertrieb. Es komme jetzt darauf an,
in der mehrmonatigen Testphase die voll automatischeFördertechnik so einzustellen, daß es keine Problem gibt, so Wachs.
Die Einzigartigkeit des Projekt streicht Michael Pfeiffer,
Geschäftführer von Krupp heraus (Krupp hat die Türme erbaut):Solch eine komplizierte Anlage haben wir noch nie errichtet.
Imposant sind einige Daten der 48 Meter hohen runden Türme:
400 Autostellplätze je Turm auf jeweils 20 Ebenen,
pro Turm wurden 475 Tonnen Stahl verarbeitet,
die Fördertechnik kann die Fahrzeuge aus ihren Stellplätzen
heraus mit einer vertikalen Geschwindigkeit von
1,5 Metern pro Sekunde bewegen. Bewundernd
schauten
die VW -Betriebsräte Michael Riffel und
Gustav Pahlmann auf das Fördersystem:
"Ein Wunderwerk der Technik". |